BALTIC REDS IRISH TERRIER
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Irish Terrier aus Schleswig-Holstein

 

Der Irish Terrier

Einer der Vorfahren des Irish Terriers war sehr wahrscheinlich der heute nicht mehr vorhandene drahthaarige Black-and-Tan-Terrier.

Seit 1870 wird der Irish gezüchtet und auf Ausstellungen gezeigt.
Der Irish Terrier Club wurde 1879 gegründet.
Erstmals wurde er in Glasgow ausgestellt.
Die Rasse wurde nie im größeren Ausmaß gezüchtet.

Aussehen
Farbe: rot, rotweizen oder gelbweizen.
Weiße Abzeichen sind nicht erlaubt (Ausnahme: ein kleiner weißer Fleck an der Brust) Haar: drahtig bis hart, mit schönem Glanz.
Körperbau: mittelgroß
Schulterhöhe: etwa 45 cm
Gewicht: um die 12 bis 14 kg. mittellanger Hals und gestreckter Rücken
Ein wenig ähnelt der Irish der Silhouette eines Rennpferdes
Eigenschaften
schneidig mit bemerkenswertem Selbstbewusstsein, ausgeglichenes, liebes Wesen, verspielt und geduldig, anpassungsfähig zum Teil etwas dickköpfig, dafür aber sehr treu und anhänglich, sportlich, schnell, ausdauernd, kraftvoll und sehr mutig, lernt gern und will gefordert werden
Haltung
sehr familienbezogen - für Haushalte mit Kindern geeignet
durch seine hohe Anpassungsfähigkeit sehr beliebt als Begleithund
kann als Rettungshund ausgebildet werden
eignet sich aufgrund der Größe sowohl als Stadt- wie auch als Landhund
die kleinen Haudegen benötigen jedoch eine feste, aber liebevolle Führung ebenso wie regelmäßig und genügend Auslauf
Irish Terrier lieben ausgedehnte Spaziergänge
Pflege
durch das Schmutz abweisende, harte Fell ist die Pflege recht einfach, muss jedoch 3 bis 4 Mal pro
Jahr getrimmt werden
durch regelmäßiges Bürsten wird das glänzende Haar in Form gehalten

Ernährung

Was frisst der Hund?! Erst einmal alles, wenn er nur genug Hunger hat. Wir wollen niemandem eine Ernährungsform aufzwingen oder ein Fertigfutter predigen. Wir möchten gerne mitteilen, wie das Thema Ernährung bei uns funktioniert.

Ab dem ca. 18. Lebenstag beginnen wir, die Welpen zuzufüttern. Ein Glas Babynahrung, z.B. Karotte mit Kartoffel wird mit einer handvoll Beefhack gemischt und so langsam an die spätere Nahrung herangeführt. Ihre Mama ist dankbar für die Entlastung. Im zweiten Schritt sevieren wir  Hüttenkäse mit Banane und Apfel. Das Obst wird durch den Mixer püriert. Das geht fix, und hält im Kühlschrank einige Tage. Dann bieten wir noch eingeweichtes Welpenfutter an. Da wir nicht wissen, wie die Welpen später gefüttert werden, gewöhnen wir die Welpen rechtzeitig an die verschiedenen Fütterungsmethoden. Wir füttern 3 mal täglich:  Morgens Fertigfutter, mittags Hüttenkäse mit Obst, am Abend Frischfleisch mit Gemüse und Kartoffeln, Nudeln oder Reis. Nach ein paar Tagen bekommen unsere Welpen dann das gleiche Futter wie die Großen: Frischfleisch unterschiedlicher Sorten (Pansen, Rind, Huhn, Fisch, Pferd, Kaninchen, Pute, Ente, Wild, Lamm ...) dazu wiederum im Mixer püriertes Gemüse und Obst wie Zucchini und Karotten, Gurke, Apfel, Banane usw.  je nach Jahreszeit.

Im Ergebnis haben unsere Hunde außer Kontrollbesuchen beim Tierarzt und den Impfterminen keine Krankheiten und sind fit wie ein Turnschuh. Je nach Alter und Aktivität muss man das Futter variieren. Wenn die Welpen in den Zahnwechsel kommen, sollte man Knochenmehl beifüttern, auch ist einmal die Woche Lachsöl oder dergleichen gut für den Glanz des Felles. Wir füttern im Zweitagesturnus Rinderknochenmehl und Lachsöl bei. Aber wir fahren kein stures Schema. Mal dies, mal das ...

Mit unserer Fütterung  haben wir bisher nur gesunde Hunde. Dies ist nur ein Resümee unserer Erfahrungen und kein Dogma, was man zu füttern hat und was nicht. Wir haben gesunde Hunde, sie riechen wie Nuss und ich liebe es, unsere Enya im Arm zu halten und mit ihr zu kuscheln. Sie haben ein schönes, harsches, glänzendes Fell. Was wollen wir mehr?

Rolf Klöschen, Baltic Reds


Was versteht man unter Cystinurie

Informationsblatt zur Cystinurie beim Irish Terrier – Förderverein Irish Terrier

Unter Cystinurie (abgekürzt: CU) versteht man eine genetisch bedingte Stoffwechselerkrankung, bei der eine Aminosäure, nämlich das Cystin, im Übermaß über den Urin ausgeschieden wird. Da diese Aminosäure unter den chemischen Bedingungen (saures Milieu), die im Urin vorliegen, schlecht löslich ist, kommt es bei vielen erkrankten Tieren zur Bildung von Cystinkristallen in der Harnblase, die sich zu mehr oder weniger großen Steinen entwickeln können. Insbesondere beim Rüden, der durch den engeren und längeren Aufbau seiner Harnröhre für einen Verschluss derselben anfälliger ist, können Gries oder Steine den Abfluss des Urins blockieren, so dass es zu einem Harnstau kommen kann, der im schlimmsten Fall zu einem Zerreißen der Harnblase und/oder Nierenversagen durch den Rückstau des Urins führen kann. Nicht alle Hunde, bei denen ein erhöhter Cystingehalt des Urins nachgewiesen wird, bilden Steine – offenbar wird deren Entstehung auch noch von anderen, bislang nicht genau bekannten Faktoren beeinflusst. Das Vorliegen einer Cystinurie ist somit zunächst einmal als Disposition zur Bildung von Cystinsteinen zu interpretieren.

WELCHE MASSNAHMEN TREFFEN VIELE ZÜCHTER GEGEN DAS AUFTRETEN DER CU?

Es kann zwar als gesichert gelten, dass die Cystinurie beim Irish Terrier erblich ist, jedoch ist der eigentliche Erbgang bisher nicht bekannt. Es scheint klar zu sein, dass kein einfach rezessiver Erbgang vorliegt. Die tatsächliche genetische Grundlage konnte bisher noch nicht abgeklärt werden. Viele Züchter bemühen sich nun, durch ein Urin-Testverfahren, (den sogenannten COLA-Test, C=Cystin, O=Ornithin, L=Lysin, A=Arginin), die Hunde herauszufi nden, in deren Urin ein Übermaß dieser Aminosäuren vorhanden ist und die dadurch offenbar für die Krankheit Cystinurie Merkmalsträger sind. Der COLA-Test erfolgt auf freiwilliger Basis. Eine verpflicht- ende, vom Zuchtverband vorgeschriebene Untersuchung gibt es bislang noch nicht. Hunde mit erhöhten COLA-Werten sollten in der Zucht nicht eingesetzt werden. Des Weiteren wird seit einigen Jahren unter dem Tierarzt und Molekulargenetiker Prof. Giger an der Universität von Pennsylvania in Philadelphia an der Entwicklung eines Gentests für Cystinurie geforscht. Auf der Basis der Initiative von Irish-Terrier-Züchtern sowie des Fördervereins für Irish Terrier hat Prof. Giger auch schon eine ganze Menge Material (Urinproben und Blutproben) auswerten können. Bislang hat sich aus dieser Kooperation zwar noch kein Gentest und auch noch keine sichere Aussage über den Erbgang der Cystinurie beim Irish Terrier ergeben. Die Forschung geht jedoch weiter und ist bei Prof. Giger, der schon Gentests für die CU anderer Rassen gefunden hat, sicherlich in den besten Händen.

WAS KÖNNEN SIE ALS (ZUKÜNFTIGER) BESITZER EINES IRISH TERRIERS TUN?

Fragen Sie Ihren Züchter, ob er diesbezügliche Tests seiner Zuchthunde vorliegen hat und lassen Sie sich diese ggf. zeigen. Bislang hat sich herausgestellt, dass Testergebnisse, die sich nicht innerhalb der Grenzwerte befinden, fast ausschließlich bei Rüden vorkommen, die der Hündinnen sind – ohne dass es dafür bislang eine Erklärung gibt – fast alle im Normbereich. Festzustellen ist also, dass nur bei den Rüden bislang eine Disposition für diese Krankheit zu ermitteln ist, ebenso treten Steine oder ein Verschluss der Harnröhre nahezu zu 100% nur bei männlichen Tieren auf. Sie können durch eine Urinuntersuchung Ihres Hundes die COLA-Werte Ihres Hundes testen lassen, um eine mögliche Disposition Ihres Tieres abzuklären. Mit diesem Test sollten Sie aber warten, bis Ihr Hund mindestens 15 Monate alt ist, da der Stoffwechsel jüngerer Hunde noch nicht ausgereift ist. Dazu wird durch Ihren Tierarzt Urin (braucht nicht steril zu sein) am besten an das Labor Laboklin (www.laboklin.de) geschickt, denen der recht seltene Test bekannt ist. Geben Sie den Auftrag, die COLA-Werte, den pH-Wert des Urins sowie das Sediment des Urins auf Cystinkristalle zu untersuchen. Der COLA-Test kostet nach unseren bisherigen Erfahrungen zwischen 70–110 Euro. Falls Ihr Hund erhöhte Werte aufweist, heißt das, dass er eine erhöhte Disposition für die Bildung von Cystinsteinen hat. Ihr Hund ist deswegen nicht akut erkrankt, doch Sie können einige Maßnahmen ergreifen, damit er keine Steine bildet und/oder es nicht zu einem Verschluss des Harnleiters kommt. Durch eine entsprechende Fütterung, die insbesondere eine erhöhte Flüssigkeitsaufnahme des Hundes und eine Reduzierung der Methioninzuführung durch geeignetes Futter anstrebt, kann versucht werden, den Urin des Hundes basisch zu halten, so dass sich keine Kristalle/ Steine bilden können. Dabei können jedoch andere Risiken entstehen, sprechen Sie darüber mit Ihrem Tierarzt. Die Blase von Rüden mit erhöhten COLA-Werten sollte durch regelmäßige Ultraschall-Untersuchungen vorsorglich auf Steine untersucht werden. Röntgenbilder reichen zur Feststellung von möglichen Steinen nicht aus. Es hat sich auch gezeigt, dass eine Kastration offenbar eine vorbeugende Maßnahme gegen Steinbildung darstellt. Weitere Informationsmöglichkeiten gibt es auch im Internet. Sie sollten Ihren Hund gut beobachten! Falls sein Urin blutig ist, griesartige Teilchen enthalten sind oder Ihr Rüde womöglich gar keinen Urin absetzen kann, ist höchste Eile geboten! Sie sollten sofort zum Tierarzt, am besten in eine Tierklinik fahren, denn es handelt sich insbesondere bei letzterem um einen dringenden Notfall! ZEIGEN SIE IHREM TIERARZT DIESES INFO-BLATT! Cystinurie ist eine bislang glücklicher Weise nur selten auftretende Stoffwechselerkrankung des Irish Terriers. Falls diese bei Ihrem Irish Terrier festgestellt wurde, können Sie sich für ausführlichere Informationen und Hilfen gerne an Ihren Züchter oder an die Rassebeauftragte für Irish Terrier im Klub für Terrier e.V. wenden! (Teile dieses Info-Blattes wurden mit freundlicher Genehmigung aus Veröffentlichungen von Prof. I. Sommerfeld-Stur, Veterinärmedizinische Universität Wien, www.irish-terrier.eu/de/forum/index.php entnommen.)


Schreckgespenst "Corny Feet"

Das Schreckgespenst „Corny Feet“ (Digitale Hyperkeratose) beim Irish Terrier ist schon lange keines mehr. Gerne wurde und wird es immer noch als Druck- und Einschüchterungsmittelgenutzt, um andere Zuchtstätten zu diskreditieren und Welpenkäufer zu verunsichern.

Was genau ist eigentlich Corny Feet? Diese Krankheit, die in den letzten Jahren in Deutschland nicht mehr auftrat und auch weltweit auf dem Rückzug ist, kann Hunde beiderlei Geschlechts betreffen. Es handelt sich um eine Erbkrankheit, bei der der Hund unter rissigen Pfoten leidet, die ihm bei jedem Schritt Schmerzen verursacht. Heilbar ist Corny Feet nicht. Ein Hund leidet ein Leben lang darunter. Einher geht diese Krankheit mit einem starken Krallenwachstum, verstärkter Hornhautbildung und meistens auch mit einem auffälligen Fell, das für den Laien „nicht gesund“ aussieht – es fehlen die gewünschte, kräftige Struktur, oftmals Unterwolle und betroffene Hunde zeigen ein eher gräuliche Fellfarbe. In der Tat ist Corny Feet keine schöne Sache und es gilt, auch nichts zu beschönigen.

In der Vergangenheit haben verantwortungsvolle Zuchtstätten die Elterntiere, die CF vererbt haben, aus der Zucht genommen. Auch wurde mit Wurfgeschwistern von betroffenen Hunden nur sehr vorsichtig weitergezüchtet. So hat man im Laufe der Zeit durch Selektion die Krankheit gut in den Griff bekommen.

Doch wie entsteht Corny Feet? Beide Elterntiere müssen Anlageträger sein, damit Hunde an CF erkranken. Dabei zeigen die Elterntiere keine Anzeichen auf rissige Pfoten und sind auch selbst gesund, können die Krankheit jedoch an ihre Nachkommen weitergeben. Man spricht also von einem autosomal rezessiven Erbgang. Andere Rassen haben ebenfalls solche autosomal rezessiven Krankheiten wie zum Beispiel die Kupferspeicherkrankheit beim Bedlington Terrier oder die Von-Willebrand-Krankheit beim Manchester Terrier. Gerade diese beiden Rassen machen uns vor, wie man seriös und auch züchterisch sinnvoll mit autosomal rezessiven Krankheiten umgehen kann – vor allem, wenn man wie im Fall bei den Irish Terriern einen eindeutigen Gentest vorliegen hat.

Der Genpool der Irish Terrier ist – wie bei fast allen Rassen – mit der Zeit immer kleiner geworden und droht weiter zu schrumpfen. Deshalb ist es enorm wichtig, mit möglichst vielen, unterschiedlichen und gesunden Hunden zu züchten. Anlageträger, die CF vererben könnten, sind per  se gesund und mit dem richtigen Partner, der  natürlich kein Anlageträger sein darf, werden nur gesunde Hunde geboren. Mit kranken Hunden darf laut Tierschutzgesetz nicht gezüchtet werden und  zudem muss  jeder Irish auch durch die Zuchtzulassung, in der  noch- mals die Pfoten auf Auffälligkeiten untersucht werden. Zudem muss  ein Gentest vorgelegt werden. Die Aussage mancher „Züchterkollegen“, dass „andere“ mit kranken Hunden züchten, ist also schlicht und  ergreifen eine  ganz billige  und  falsche Denunziation. Hier wird der  Begriff „erbkrank“ (= Anlageträger) mit „erkrankt“  gleichgesetzt – was faktisch  falsch ist – und  damit Welpenkäufer ganz bewusst verunsichert.

Als Züchter haben wir zwei Möglichkeiten, um gesunde Welpen zu züchten:

1. Kein Anlageträger x Kein Anlageträger = Gesunde Welpen, die keine Anlageträger sind

2. Anlageträger x Kein Anlageträger = Gesunde Welpen, die zum Teil Anlageträger, zum Teil kein Anlageträger sind.

Das Risiko, einen CF-kranken Welpen zu züchten ist damit gleich Null! Vorausgesetzt, die Elterntiere sind getestet. Ein Test kostet übrigens nur 68 Euro pro  Hund  bei www.antagene.com.

Es gibt  vereinzelt noch Tiere, die Anlageträger sind und  mit denen gezüchtet wird. Mit Hilfe des Gentests kann  jedoch garantiert werden, dass keine kranken Welpen zur Welt kommen. Jeder gesunde Irish Terrier, der  die Kriterien  der  Zuchtzulassung erfüllt, ist für den Genpool wertvoll  – auch die Anlageträger, die mit dem richtigen Partner gesunde Welpen hervorbringen!

Sinn und  Zweck des Gentests ist es 1. die Anlageträger eindeutig zu identifizieren 2. eine  Entscheidungshilfe für Verpaarungen zu liefern  und  3. mit der  Zeit das  schadhafte Gen  gänzlich in der Rasse zu eliminieren.

Verunsicherte Welpenkäufer brauchen also bei ihrem Züchter nur nach dem Gentest zu fragen oder lassen sich ihn am besten zeigen. Verantwortungsvolle Züchter testen ihre Hunde sowieso vor Zuchteinsatz und  haben sicherlich keine Scheu, dies  auch zu belegen. Und aufgeklärte Welpenkäufer lassen am besten die Finger von Züchtern, die versuchen, mit dem vermeintlichen Unwissen  der  Welpenkäufer, andere Zuchtstätten durch bewusste Falschinformation in Verruf zu bringen.

Wie schön, dass es den Gentest gibt! Und wie schön, dass es den Irish Terrier gibt, eine der gesündesten Rassen überhaupt!

Irish Terrier Friends

info@irish-terrier-friends.com